Zum zehnten Mal öffnete der Berliner Bendlerblock am 3. April 2025 seine gut gesicherten Tore und Türen für interessierte junge Frauen. Mit der Teilnahme am Girls’Day möchte das Verteidigungsministerium langfristig mehr Frauen für die Bereiche Sicherheits- und Verteidigungspolitik sowie für die Bundeswehr begeistern.
Von der Mechanikerin bei der Luftwaffe über die Social-Media-Managerin im Ministerium bis hin zur Notfallsanitäterin in Grün – Verteidigungsministerium und Bundeswehr bieten eine ganze Reihe interessanter Berufe. Dass diese Berufe kein Geschlecht kennen, davon überzeugten sich gleich 41 junge Frauen beim Mädchen-Zukunftstag 2025 im Berliner Bendlerblock. Wesentliches Ziel des Girls’Day ist es, jungen Frauen die Möglichkeit zu geben, unvoreingenommen in Berufe hineinzuschnuppern, in denen sie bislang unterrepräsentiert sind.
An fünf verschiedenen Stationen kamen die Jugendlichen – alle zwischen 15 und 17 Jahren – mit zivilen Mitarbeiterinnen und Soldatinnen ins Gespräch und erhielten spannende Einblicke in das vielfältige Karriereangebot, das Ministerium und Bundeswehr für sie bereithalten. Zwischen Pressestatement, Tarnschminke und schusssicherer Weste stellten die Teilnehmerinnen auch allerhand Fragen, beispielsweise zur persönlichen Motivation, nach konkreter Bezahlung oder zu den verschiedenen Karrierelaufbahnen.
Der Girls’ Day rückt uns genau dorthin, wo wir als Bundeswehr sein wollen: in die Mitte der Gesellschaft.Generalleutnant Andreas Hoppe, Stellvertreter des Generalinspekteurs der Bundeswehr
Als einziger männlicher Veranstaltungsteilnehmer tauschte sich auch der Stellvertreter des Generalinspekteurs der Bundeswehr, Generalleutnant Andreas Hoppe, mit den Schülerinnen aus. Hoppe freute sich sichtlich über das Interesse der jungen Frauen. Der Austausch tue beiden Seiten gut – er sei wichtig, um zu verstehen, was die junge Generation umtreibe, welche Ansichten sie hätten und welche Erwartungen sie an künftige Arbeitgeber richteten.
„Besonders toll fand ich, Einblick in Berufe zu bekommen, die nicht so bekannt und präsent in der Gesellschaft sind – zum Beispiel Protokollsoldatin“, sagte eine der Schülerinnen am Ende des Tages. Sie selbst habe nur noch ihr Einplanungsgespräch, ab 1. Oktober gehe es dann hoffentlich zum Sanitätsdienst. Eine weitere Schülerin interessierte sich mehr für das politische Feld. Um zu wissen, wovon sie dann später vielleicht im Bundestag einmal sprechen wird, möchte sie jedoch erst den Grundwehrdienst leisten.
Als leckeres Andenken gab es zum Abschluss für jede Schülerin noch ein EPa zum Mitnehmen. Die Einpersonenpackung soll eine Soldatin einen Tag lang im Feld verpflegen. Vom Dosenbrot über Maultaschen bis hin zu Schokocookies ist hier zwar an alles gedacht – an das Mittagessen der Köchinnen und Köche aus dem Gästecasino des Verteidigungsministeriums wird es aber wohl nicht rankommen. Vor allem selbstgemachte Waffeln und Eis hinterließen einen bleibenden Eindruck.
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